Breitbandinitiative über Anstrengungen beim Glasfaserausbau durch EVR und Netkom hoch erfreut

von Breitbandinitiative „Unser Kreis ans Netz"
 
Am 12.06.15 traf sich die Breitbandinitiative „Unser Kreis ans Netzt“ zum Stammtisch in Rudolstadt, um über den Glasfaserausbau der Energieversorgung Rudolstadt (EVR) und der Thüringer Netkom GmbH zu beraten. Die Teilnahme von Christian Engel (EVR, Stadtring Rudolstadt) und Holger Peltsch (Teamleiter Netkom) verschaffte den anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern Informationen aus erster Hand.
 
Als ein positives Signal wertet die Initiative die Teilnahme von Hubert Krawczyk, der als Stadtratsmitglied und Kreistagsabgeordneter mit vielfältigen Fragen zum Breitbandausbau an die Initiative herangetreten ist. Alexander Zeuner, Sprecher der Initiative, hierzu: „Wir sind über die Anstrengungen beim Glasfaserausbau durch die Kooperationspartner EVR und Netkom hoch erfreut. Dass unser Stammtisch auch als Plattform des kommunalpolitischen Dialogs verstanden werden kann, zeigt die Teilnahme von Hubert Krawczyk.“
 
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurde durch Herrn Engel der aktuelle Stand zum Glasfaserausbau in Rudolstadt skizziert. Annähernd 50 sogenannte DSLAMs, also Verteilerkästen mit aktueller Vectoring-Technik, werden in den nächsten Monaten für eine flächendeckende Versorgung mit Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s in der Altstadt und den umliegenden Ortsteilen in Betrieb genommen. Dutzende Kilometer Glasfaserkabel müssen zur Anbindung der DSLAMs verlegt werden. Engel gibt an, dass das Projekt einen siebenstelligen Betrag als Gesamtinvestitionsvolumen ausweisen wird. Zudem soll von Seiten des Ausbauprojekts ein lokaler Anlaufpunkt in Rudolstadt angesiedelt werden. Stefan Müller, Sprecher der AG Breitbandversorgung Cumbach, stellt fest: „Gerade die Berücksichtigung des lokalen Aspekts sorgt für die optimale Betreuung gewerblicher und privater Kunden vor Ort und sollte kurze Entscheidungswege ermöglichen."
 
Die Mitglieder der Initiative stellten im weiteren Verlauf der Veranstaltung technische Detailfragen zu Leistungsparametern, zur freien Routerwahl und zu künftigen Glasfasernetzen, die näher an die Haushalte herangeführt werden sollen und somit noch höhere Bandbreiten und eine gesteigerte Nachhaltigkeit versprechen.
 
Die Breitbandinitiative „Unser Kreis ans Netz“ dankt allen Anwesenden für die intensive Diskussion und dem Team der „Paula" für das leckere Essen. Weitere Informationen zur Initiative mit ihrer AG Breitbandversorgung Cumbach erhalten Sie über www.unserkreisansnetz.de.

Stammtisch der Breitbandinitiative zum Glasfaserausbau in Rudolstadt

Zum Stammtisch mit dem Thema Breitbandausbau lädt die Initiative „Unser Kreis an Netz“ am Freitag, dem 12. Juni, um 19 Uhr ins Kulturheim Große Wiese „Paula“ nach Rudolstadt (Große Wiese 8, OT Cumbach, 07407 Rudolstadt).
 
Schwerpunktthema ist der großflächige Ausbau eines Glasfasernetzes in Rudolstadt durch die Energieversorgung Rudolstadt und die Thüringer Netkom.
 
Hubert Krawczyk, als Stadtratsmitglied der Stadt Rudolstadt und Kreistagsmitglied für DIE LINKE, hat seine Teilnahme angekündigt und möchte sich über die Positionen und Forderungen der Initiative informieren.
 
Alexander Zeuner, Sprecher der Initiative hierzu: „Der Entwicklung in Rudolstadt sehen wir mit dem nun gestarteten Engagement der Energieversorgung Rudolstadt positiv entgegen. Zugleich zeigt uns das steigende Interesse an unserer Initiative von Menschen aus der Kommunalpolitik, dass sich die Initiative zu einer kompetenten und unabhängigen Anlaufstelle beim Thema Breitbandausbau entwickelt hat.“
 
Interessierte Menschen sind herzlich eingeladen, sich in die Diskussion einzubringen.

Bürgerinitiativen und Interessenverbände unterstützen „Saalfeld stellt sich quer“

»Bürgerinitiativen und Interessenverbände am 1. Mai auf Demokratiemeile in Saalfeld«

Saalfeld stellt sich queer gemeinsam gegen den NaziaufmarschDie Interessenvertretungen „Bündnis für den Bahnverkehr im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt“, der Bundesverband Initiative gegen digitale Spaltung geteilt.de e.V. mit Sitz im Landkreis und die Breitbandinitiative „Unser Kreis ans Netz“ nehmen am 1. Mai an der Demokratiemeile in Saalfeld teil und positionieren sich somit gegen den Naziaufmarsch und den menschenverachtenden Ideologien, die durch den Aufmarsch auf die Straße getragen werden sollen.

Zugleich rufen sie alle Mitgliederinnen und Mitglieder und deren Unterstützerkreise auf, sich an den vielfältigen Protestformen in Saalfeld zu beteiligen. Dr. Klaus Frank, Sprecher des Bündnisses für den Bahnverkehr hierzu: „Wir sehen uns mit anderen Interessenvertretungen als Teil einer vielfältigen und demokratischen Gesellschaft, demokratiegefährdende und rassistische Bewegungen lehnen wir von Grund auf ab.“

Bernd Rudolph, 2. Vorsitzender und Pressesprecher des Bundesverbandes gegen digitale Spaltung geteilt.de e.V. mit Sitz im Landkreis, schließt an: „Unser Bundesverband hat zur Mitgliederversammlung im März diesen Jahres Kenntnis von dem Naziaufmarsch erhalten und ruft zur Unterstützung der vielfältigen Protestformen des Bündnisses „Zivilcourage und Menschenrechte“ im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt auf.“

Ebenso wie das „Bündnis für den Bahnverkehr im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt“ und der geteilt.de e.V. wird auch die regionale Bürgerinitiative „Unser Kreis ans Netz“ an der Demokratiemeile teilnehmen. Zur Einschätzung der seit 2011 bestehenden Breitbandinitiative sagt Alexander Zeuner, Sprecher der Initiative, zur Demokratiemeile: „Es ist erschreckend mit welchen auf blanken Hass gebauten Ideologien Menschen versuchen den öffentlichen Raum für ihre Hetze zu besetzten. Wir rufen daher allen Initiativen und engagierten Menschen im Landkreis zu, sich die wenigen freien Plätze auf der Demokratiemeile zu sichern und sich mit uns gegen den geplanten Naziaufmarsch zu positionieren.“

Weitere Informationen zu den geplanten Veranstaltungen gegen den Naziaufmarsch können auf www.zumsaru.de bzw. www.saalfeld-stellt-sich-quer.de abgerufen werden.

Energieversorgung Rudolstadt schafft Zukunft per Glasfaser

Wir möchten an dieser Stelle über die kürzlich eingetroffene und erfreuliche Nachricht der Aktivitäten der Envergieversorgung Rudolstadt (EVR), Thüringer Netkom GmbH und der Stadt Rudolstadt berichten.

Durch das Engagement der eben genannten Akteure soll in Rudolstadt nach Ostern ein Glasfaserausbau bis zum Kabelverzweiger (Grauer Kasten am Straßenrand) erfolgen. Die Bauzeit wird hierbei bis Ende des Jahres angesetzt. Im Anschluss daran sollen Geschwindigekeiten zwischen 25Mbit/s und 100Mbit/s im Downloadbereich erzielt werden können.

Die Breitbandinitiative sieht mit dem Vorstoß der Energieversorgung Rudolstadt einen Teil ihrer Ziele, die Sie seit 2009 verfolgt, als erreicht an, drängt jedoch auf einen flächendeckenden Ausbau und wird in kürze eine Pressemitteilung mit einer genauen Bewertung veröffentlichen.

 

Wir laden alle interessierte Menschen zum Meinungsaustausch ein:

Diskussion bei geteilt.de.

Breitbandinitiative fordert Glasfaser statt WLAN von den Stadtwerken - Probleme bei der Versorgung mit Kabelinternet

von Breitbandinitiative „Unser Kreis ans Netz"
 
Die Breitbandinitiative sieht mit dem aktuellen Vorstoß der Thüringer Stadtwerke zum Aufbau neuer WLAN-Hotspots mehr Probleme entstehen als dadurch tatsächlich gelöst werden.
 
Während mit offenen Drahtlosnetzwerken, wie dem Freifunk-Projekt, in vielen Regionen des Landes dezentrale und freie Netze entstehen, bauen die Stadtwerke im Land Thüringen lieber in die Vergangenheit. Bei aller Euphorie, dass sich die Stadtwerke endlich mit der Internetversorgung auseinandersetzen, bleibt die Ungewissheit, wie es um die Absicherung solcher Drahtlosnetzwerke bestellt sein wird.
 
Eine Trennung zwischen dem passiven Netzaufbau, also dem Verlegen von Leerrohren und Glasfaser, und dem aktiven Netzbetrieb, sollte in die Planung der Entscheidungsträger einfließen. Weiter sieht die Breitbandinitiative die fehlende öffentliche Debatte über Rolle und Ausgestaltung derartiger Versorger kritisch. Nach Ansicht der Initiative muss der Breitbandausbau im Landkreis zielgerichtet anhand eines Masterplans vorangebracht werden - vereinzelte WLAN-Hotspots sind ein zusätzliches Angebot zum Festnetz, aber auch nicht mehr.
 
Zugleich fordert die Breitbandinitiative verstärktes Engagement der Stadtwerke bei der Verlegung von Leerrohren und Investitionen in kommunale Glasfasernetze, welche interessierten Betreibern vermietet werden sollen. Alexander Zeuner, Sprecher der Initiative, hierzu: „Wir fordern die Stadtwerke bereits seit Jahren zu Aktivitäten im Bereich des Breitbandausbaus auf. Bei der Verlegung von Leerrohren im innerstädtischen Bereich darf es dabei aber nicht bleiben. Das Städtedreieck hat mit seinen kommunalen Versorgungsunternehmen auch außerhalb der Stadtgrenzen Verantwortung zu übernehmen. Die nächste Gebietsreform kommt mit großen Schritten.“ Weiter gibt Zeuner zu bedenken: „Bestätigt sehen wir unsere Einschätzung durch die aktuelle Versorgungslage, nicht nur auf dem Land, sondern auch in innerstädtischen Bereichen. Denn nach der angeblichen Vollversorgung in den Städten erreichen uns nach wie vor Zuschriften von Bürgern, die von der Ertüchtigung bestehender Kabelnetze nicht profitieren können.“
 
Keineswegs alle Haushalte in Saalfeld und Rudolstadt wurden erschlossen und die Lobby der schlecht angebundenen Haushalte wird kleiner. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter kann sich bei Weitem schwieriger gestalten, als es es durch die Wirtschaftsförderagentur des Landkreises suggeriert wurde. Somit appelliert Stefan Müller, Sprecher der AG Breitbandversorgung Cumbach: „Infrastruktur und Angebote im Landkreis dürfen sich nicht verschlechtern, wie es beispielsweise beim Bahnverkehr abzusehen ist. Vielschichtig stellt sich die Lage auch bei der Breitbandversorgung dar. Uns ist aus Zuschriften und eigener Erfahrung bekannt, dass Interessenten die neuen technischen Möglichkeiten der hybriden Breitbandkabelnetze nicht nutzen können. Vermieter lehnen die Gestattung ab und betroffene Haushalte bleiben mangels Alternativen von einer hochbitratigen Festnetzversorgung ausgeschlossen, während in unmittelbarer Nähe Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s auch genutzt werden." Abschließend erinnert Müller an die Dringlichkeit einer modernen Breitbandversorgung: „Es hat den Anschein, dass nicht allen Vermietern ersichtlich ist, dass eine moderne Breitbandversorgung eine Wohnwertsteigerung darstellt. Zudem ist sie für viele Selbstständige oder Arbeitnehmer mit Home Office unverzichtbar."


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